Die Thaya

Die Thaya (tschechisch 'Dyje’) entspringt nahe der Ortschaft Schweiggers im Mittelgebirge des Waldviertler Hügellandes. Vorwiegend mäandrierend bahnt sie sich ihren Weg bis Raabs an der Thaya, wo sie sich mit der Mährischen Thaya, die 68 km nördlich nahe der Stadt Trešt' auf der Böhmisch-Mährischen Höhe entspringt, vereinigt. Mit einer Gesamtlänge von 235,4 km verläuft die Thaya entlang der Staatsgrenze von Tschechien und Österreich und mündet bei Hohenau in die March (tschechisch Morava). Das gesamte Einzugsgebiet der Thaya beläuft sich auf 12.786 km².

Neben überwiegend silikatischem Material transportiert die Thaya auch Löß. Aufgrund des geringen Gefälles der Thaya (0,31 Promille) und der damit geringen Schleppkraft bilden hauptsächlich Sand mit Beimengung von Schluff und Ton das Sediment.

Charakteristisch an der Thaya sind die zahlreichen, teilweise schon seit Jahrhunderten bestehenden Wehranlagen, wodurch sich eine stetige Abfolge von naturnahen Fließstrecken und Staubereichen ergibt.

Entlang der Thaya befindet sich eine Reihe von wertvollen Flusslandschaften, die national und international geschützt sind. Neben dem durch die Nationalparke Podyji und Thayatal geschützten Durchbruchstal sind das an der unteren Thaya Trocken- und Feuchtreservate von internationaler Bedeutung (Kalksteine der Pollauer Berge, Fischteiche, Auwälder und -Wiesen sind UNESCO Biosphären-Reservat und RAMSAR-Gebiete). Die Landschaft um die Liechtenstein Schlösser und Auwaldparke von Lednice (Eisgrub) und Valtice (Feldsberg) ist zudem Weltkulturerbe.

Die Wasserkraft der Thaya diente jahrhundertelang dem Gewerbe und wurde im großen Stil seit 1935 genutzt und im Zuge dessen bei Vranov, wenige Kilometer von Hardegg, aufgestaut. Die größten Stauseen sind die drei von Nové Mlýny (Neumühl) zwischen Dolní Dunajovice (Untertannowitz) und Hustopece (Auspitz).

Übersichtskarte (zum Vergrößern bitte Klicken)

 

Gefördert aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)