Bewertung des fischökologischen Zustandes der Thaya
Im September 2006 und April 2007 erfolgten die Freilanderhebungen des
Fischbestandes an den tschechisch-österreichischen Grenzstrecken
der Thaya bei Hardegg, Laa/Thaya und im Mündungsbereich zwischen
Breclav und Hohenau. Die Befischungen wurden entsprechend dem Methodenhandbuch
des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und
Wasserwirtschaft (BMLFUW) durchgeführt. In Abhängigkeit von
der Art des Gewässers kamen mehrere Befischungsmethoden zum Einsatz:
Abb.: Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis)
- In Abschnitten mit Wassertiefen < 0,7m wurden Watbefischungen mittels Elektrofischereigeräten in jeweils zwei Durchgängen durchgeführt;
- die tieferen Gewässerstrecken wurden mittels Streifenbefischungsmethode vom Boot aus befischt;
- in den beprobten Altarmen erfolgten strukturbezogene Point-Abundance-Elektrobefischungen und zusätzlich Netzbefischungen.
Zusätzliche Untersuchungsmethoden stellten die Korngrößenanalysen der Fischlaichplätze litophiler Fischarten und die Kontrolle des Schlupferfolges mittels Fischlaichboxen dar.
Die Ergebnisse des fischökologischen Zustandes des Thaya werden den Habitattypen entsprechend zu einem Datensatz zusammengefasst, der als Basis für die Bewertung des ökologischen Zustandes nach der nationalen Methode FIA (Fish Index Austria) herangezogen wird.
Zur Problematik der Stauhaltung bei Nove Mlyny wurden die Pegeldaten
von Bernhardsthal aus den Jahren 1969- 2006 eruiert und ausgewertet.